MoskitobärblingDer Moskitobärbling ist mit seiner leuchtend roten Farbe einer der beliebtesten Nanofische in der Aquaristik. Er wird liebvoll auch gerne als Moskito bezeichnet.

Der Moskitobärbling gehört zu der Familie der Zwerbärblinge. Er stammt aus Südostasien und ist meist in Schwarzwassersümpfen und -bächern zu finden. Mit seinen nicht mal 2 cm Körperlänge gehört er zu den Minifischen, die ideal geeignet sind um ihn in unserem Nanoaquarien zu halten.

Die Farbe machts

Die Färbung der Moskitos ist rot mit grünem Schimmer. Hinter den Kiemen beginnt eine schwarze Linie, die sich bis zum Anfang der Schwanzflosse fortpflanzt. Die Schwanzflosse selbst ist größtenteils farblos, weist allerdings am oberen und unteren Rand eine kleine rote Randung auf.Die Männchen sind sehr kräftig rot gefärbt im Gegensatz zu den Weibchen, die schwächer und meist orangefarben sind.

Die Macht des Schwarms

Da der Moskitobärbling eine sehr friedliche Fischart ist, kann man sie sehr leicht mit anderen Nanofischen oder mit Zwerggarnelen mit gleichen Ansprüche an das Biotop, vergesellschaften. Ich halte meine Moskitos mit einem großen Schwarm von blauen Neonsalmlern, 10 Perlhuhnbärblingen und unzählbaren Red Fire Garnelen in einem 180 L Aquarium.

Moskitobärblinge sollte man in einem kleinen Schwarm mit 10 Tieren aufwärts halten. Für einen solchen Schwarm empfehlen wir ein Becken mit mindestens 30 cm Länge. Die Wassermenge sollte dabei mindestens 30 l betragen. Falls Du doch Beifische wie Panzerwelse für den Boden oder eine andere zweite Minifischart halten willst, dann sollte das Aquarium mindestens 50 l Wassermenge haben.

Damit sie sich auch heimisch fühlen, sollte das Becken mit feingliedrigen Pflanzen wie dem Indischen Wasserfreund  (Hygrophila polysperma) oder Moosen wie Lebermoos (Monosolenium  tenerum) bepflanzt sein.

Moskitobärbling und Perlhuhnbärbling

Das richtige Biotop für den Moskitobärbling

Es empfiehlt sich den Bodengrund dunkel zu halten, damit die ganze Farbenpracht der Tiere zur Geltung kommen und sie förmlich leuchten. Das Wasser sollte wie bei den meisten Bärblingen aus Schwarzwassergebieten leicht säuerlich und weich sein. Es sollte einen PH-Wert von 6 – 7,2 und eine Temperatur von 24 – 26 °C haben.

Da herkömmliches Leitungswasser in manchen Orten, wie bei uns in Berlin, sehr hart ist und die Tiere sich nicht wohlfühlen, kann man mit einem Torffilter nachhelfen, der das Wasser ansäuert und weich werden lässt. Meine Fische haben sich viel wohler gefühlt nachdem ich das JBL Aquatrop angewendet habe. Die Flüssigkeit wird dabei direkt ins Wasser in bestimmten Abständen gegeben. Es wirkt stressmindernd und bei den kleinen Zwergen steigt die Leichbereitschaft.

Alternativ kannst du deinen Filter auch mit einem Torfsubstrat wie dem Tormec Aktiv-Torf Pellets von JBL ausstatten, so dass der Filter langzeitig das Wasser färbt und den PH-Wert senkt.

Optimal Füttern und Energie tanken

Beim Füttern haben wir aufgrund der Größe relativ wenig Auswahl. Man kann die Moskitos mit  lebenden oder trockenen Wasserflöhen und Artemia füttern. Ich bevorzuge bei meinen Fischen vorallem auch aufgetaute Flöhe und Artemia, die man in kleinen, tiefgefrorenen Würfelformen im Aquaristikfachgeschäft bekommen kann. Auch die Selbstzüchtung von Artemia ist auf unkomplizierte Weise möglich, wie im es im Artikel zu den Guppys beschrieben steht.

Das beliebte Flockenfutter nehmen sie nicht so gerne auf. Auch ich habe es anfänglich mit herkömmlichen Flockenfutter probiert. Meist lassen sie es auf den Boden sinken, da es ihnen nicht schmeckt. Alternativ kann ich dir das Dennerle Nano Gran empfehlen, das speziell für Nanofische entwickelt worden ist.  Das Nano Gran wird sehr gerne angenommen und schnell aufgefressen, so dass fast nichts übrig bleibt.

Fortpflanzung für Fortgeschrittene

Falls Du Nachwuchs von deinen Moskitobärblingen haben willst, dann ist Obacht geboten, da sie Laichräuber sind. Das heißt, dass sie an ihren Nachwuchs gehen und ihn auffressen.

Am besten bereitest du ein Laichbecken vor, wo du das Pärchen, welches Laichen soll einsetzt. Zum Laichen benötigen sie feingliedrige Pflanzen, an welches das Weibchen den Laich haftet.

Sobald das Weibchen abgeleicht hat, sollten die beiden ausgewachsenen Tiere von dem Laich getrennt werden und wieder zurück ins normale Biotop gegeben werden.

Fazit

Nun hast du die wichtigsten Fakten erfahren, um auch die wunderschönen Moskitobärblinge zu halten. Weitere interessante Nano Fische findest du in unserem Nanofisch-Guide.

Falls Du noch Tipps zur Haltung hast, dann hinterlasse einfach ein Kommentar oder schreib uns auf Facebook.